Semantik und HTML
Nach obenTrennung von Inhalt und Design
Am 17. Dezember 1996 veröffentlichte die w3c ein Empfehlungsschreiben, in dem ein neuer Standard für das Designen von Homepages vorgestellt wurde: Darstellung und logische Struktur von HTML Dateien sollten nicht länger in einer Datei zusammenhängen, sondern fortan voneinander getrennt werden.
Das Konzept bietet fundermentale Vorteile, als größter Vorteil gilt jedoch eines:
Behinderte Menschen können Webseiten ihren Bedürfnissen anpassen, indem sie eine eigene CSS Datei laden (z.B. mit größerer Schrift)
Die Idee verbreitete sich schnell und wurde bald zum akzeptierten Standard.
Selbst die Standarddarstellung der HTML Elemente wird mittlerweile in fast allen Browsern mit einer Basis CSS Datei verwaltet (Das w3c bietet hier sogar eine Standard Css Datei an).
Daher liegt der Gedanke nahe, dass sich das Verhalten aller Elemente auch per CSS nachahmen lässt.
Daraus resultiert nun ein Schluss, der auch vielen Fortgeschrittenen Webdesignern noch nicht klar ist: Die Berechtigung, semantisch inkorrekte Elemente zu verwenden, ist endgültig erloschen.
Häufig wird dies als eines der Hauptargumente genannt, warum mit Tabellen keine Layouts erstellt werden sollten.
Nach obenVielerlei Fehler
Doch dies ist bei weitem nicht der einzige verbreitete semantische Fehler. Grundsätzlich gilt:
Während des Erstellens der HTML Seite sollte nicht auf das Layout geachtet werden, sondern HTML Elemente nach ihrer Bedeutung verwendet werden. Sämtliches Layout wird nachträglich nur über die CSS Datei eingefügt.
Die Bedeutung von HTML Elementen leitet sich
im Grunde immer aus dem Namen ab:
<table> ist eine Tabelle,
<p> ist ein Absatz (Paragraph), etc.
Aller Anfang ist schwer
Das ist anfänglich natürlich schwer umzusetzen, da man sich das nötige CSS erst einmal aneignen muss. Hinzu kommt, dass viele Browser manche Attribute falsch oder - was noch schlimmer ist - gar nicht interpretieren.
Fakt ist jedoch: "Reines" HTML erhält man nur, wenn man auf diese Weise arbeitet. Und nur so ist auch gewährleistet, dass das HTML Dokument auch in alten Browsern, in Textbrowsern und/oder Screenreadern korrekt dargestellt wird.
Und hat man sich erst einmal an diese Art der Notierung gewöhnt, kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Das Design lässt sich für die komplette Seite schnell ändern. Umgekehrt können schnell auch Dritte neue Seiten erstellen, da sie nicht auf Eigenarten der Notierung Rücksicht nehmen müssen.
Nach obenVerbreitete Fehler
Verbreitete Fehler beim Einsatz von HTML sind zum Beispiel:
- Designen mit Tabellen
- Einrücken mit
<blockquote>Elementen. - Rahmen mit
<fieldset>Elementen - Listenelemente mit
<br/>Elementen trennen <hX>Elemente für große/fette Schrift- Die Verwendung von
<div>oder auch<span>Elementen anstatt der dafür vorgesehenen Elemente (Überschriften, [...])
Diese Liste lässt sich noch weiter führen.
Es gibt mehrere gute Möglichkeiten, festzustellen, ob man alle Elemente korrekt nutzt: Deaktiviert man die CSS Datei, sollte vom Design nichts übrig bleiben. Zudem kann man seine Seite von einem Dritten gegenlesen lassen - ein als Zitat ausgezeichnetes Formular kommt einem zumeist sofort merkwürdig vor.
Nach obenRealisierung
Um in der Lage zu sein, HTML und CSS so wie hier beschrieben zu nutzen, ist vorallem eines erforderlich: Fortgeschrittene Kenntnisse der HTML sowie CSS Spezifikationen. Ein wirklicher Erfolg macht sich also erst nach mehreren Anläufen bemerkbar.
Dennoch, so der Volksmund - und jetzt folgt ein
vollkommen korrekter <blockquote> -
Übung macht den Meister ;)
Twisting
Sehr gelungener Artikel :)